Fundstück: Der Tom Scholz Rockman

Vor einem Vierteljahrhundert waren sie der letzte Schrei: Der Tom Scholz Rockman! Mir ging der penetrante Sound in den 80ern ziemlich auf die Nerven, aber heutzutage brauche ich immer mal wieder eine kleine Dosis zwischendurch. Dann werfe ich meinen Rockman Headphone Amp an.

Für seine Grösse hatte der erste Rockman, der als Kopfhörerverstärker auf den Markt kam, grossen Sound zu bieten. Und er hatte viel gekostet. Das Gerät ist leicht, bis man die 8(!) Batterien eingelegt hat. Gitarre angeschlossen und der Mann rockt! Schlechten Sound einstellen, dazu gibt es einfach gar keine Möglichkeiten. Alles ist pfannenfertig. Und damit ist es schon ein berechtigter Einwand, dass egal welche Gitarre durch das Gerät gespielt wird, sie alle gleich klingen. Nun, das kann ja auch seine Vorteile haben…

Hier habe ich mal den Rockman Headphone Amp direkt vom Kopfhörerausgang in meine DAW eingespiesen. Alle Gitarrensounds sind komplett pur ohne jegliche Weiterverarbeitung aufgenommen.

Die Sounds machen Spass. Ein richtig natürlicher Klang lässt sich nicht einstellen; entweder ist der gut klingende Chorus oder das kurze Analogecho an. Oder beides. Alle Sounds sind recht stark komprimiert. Die Zerrsounds setzen sich immer durch. Das Motto heisst: ‘Ab durch die Mitte’ . Das will heissen, dass die Mitten sehr stark betont sind und sich einfach durch jedem Soundbrei den Weg bahnen.

Bilder

Fazit

Es ist mittlerweile schwierig geworden, einen funktionierenden Rockman aufzutreiben. Das Alter setzt der Elektronik zu. Oft sind die Federn im Batteriefach korrodiert und der Vorbesitzer hat die Batterien im Gerät auslaufen lassen. Die Regler machen laute Geräusche bei der Bedienung und benötigen einen Austausch oder eine Reinigung. Ein weiteres Manko ist, dass es für eine Selbstreparatur praktisch unmöglich ist, an die Schaltpläne ranzukommen.

Aber wenn man ein gutes Exemplar ergattert, dann ist es genau das richtige Gerät für den ‘kleinen Hunger zwischendurch’.

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