Von Gitarrengurten und Bügelflaschenbier

Biertrinken fällt uns Musikern ja oft leichter als das Musikmachen selbst. Allerdings konnte ich als überzeugter Milchtrinker bisher nur einen Vorteil aus dem Biertrinken meiner Musikerkollegen ziehen: Die Gummidichtung der Bügelverschlüsse.

Ich hatte etliche meiner Gitarren und Bässe mit einem Gurthaltesystem (Strap Locks)  ausgerüstet. Aber die von mir erlebten Systeme haben mich nie richtig überzeugt. Vor allem störte es mich, wenn diese Systeme “klackern”, sobald kein Zug mehr auf der Gurtverbindung liegt, also wenn der Gurt nicht umgehängt wird beim Gitarrespielen im Sitzen. Strap-Lock-Systeme sind drauf ausgelegt, dass man den Gurt leicht wechseln kann. Bei mir haben alle meine Gitarren und Bässe ihren eigenen Gurt und so findet praktisch kein Gurtwechsel statt. Das erlaubt es mir, ein ganz einfaches System zu benutzen.

Gib Gummi

Objekt der Begierde
Objekt der Begierde

Bei den guten Bierflaschen mit Bügelverschluss (in diesem Fall sind die Bierdosen leider komplett unbrauchbar) bleibt nach dem Austrinken jeweils eine leere Flasche, ein Bügelverschluss und ein Gummiring über. Schnapp dir diesen Gummiring, gurte deine Gitarre an und stülpe den Gummiring über den Gurtpin. Fertig! Je nach Gurtpin und Gurtdicke ist manchmal etwas Schieben, Drücken und Quetschen notwendig.

Wenn die Band gut im Trinken ist, hat man an einem guten Abend seine gesamte Gitarrenkollektion mit einem super Gurthaltesystem ausgerüstet. Bist du selber nicht Biertrinker, bleiben deine Kosten sogar bei null. Lass die anderen trinken und sack das Gummi ein. Ah, vielleicht bist du ja ein Limotyp; Limo gibt es ja auch in Bügelflaschen. Und dann gibt es diese Gummis sogar in verschiedenen Farben, zumeist rot und blau. Prost!

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