Song mit GR-55, TriplePlay und Unkruut

Der Roland GR-55 und der Fishman TriplePlay geben mir als Gitarrist die Möglichkeit, Synthesizer zu spielen und Samples anzusteuern, ohne dass ich lernen muss Keyboard zu spielen. Meine erste Single unter dem Namen “Unkruut” würde ohne diese Möglichkeiten sicherlich ganz anders klingen. 

Ich spiele nur Gitarre. Und Bass. Als ich das erste Mal mit Rolands Gitarren-Synthesizern rumspielte, ging bei mir die Sonne auf. Endlich konnte ich alle Instrumente der Welt spielen. Naja, zumindest deren Sound. Dann etwas später kam der Axon dazu mit zwar komplett unbrauchbaren Onboard-Sounds, aber recht ordentlicher Ansteuerung externer Synthesizer per MIDI-Ausgang. Viel später habe ich ein paar Versuche mit dem Programm Jam Origin Midi Guitar gemacht, bis dann der Fishman TriplePlay kam. Der ist fürs Home-Recording einfach das Beste in Bezug auf Geschwindigkeit und Flexibilität (siehe dazu auch TriplePlay vs. GR-55 vs. MIDI Guitar Shootout)

MIDI Instrumente

Mein erster als Unkruut veröffentlichter Song “Schatten des Lichts” war nur dank dieser Technologie möglich.

Cover-Schatten-des-Lichts
Schatten des Lichts – Song eingespielt mit GR-55 und TriplePlay

Gleich am Anfang des Stücks ist ein Harmonium aus Logic Pro X zu hören, angesteuert mit MIDI aus dem Roland GR-55. Allerdings erzeugt der GR-55 trotz besten Einstellungen fehlerhaftes Triggering mit Ghost-Notes. Zusammen mit dem Harmonium Sound jedoch erzeugte das einen coolen Soundeffekt, dass ich es so gelassen habe. Die MIDI-Noten dazu jedoch sehen eher grauenvoll aus… Auf die gleiche Weise ist das Synthesizer Pad eingespielt, welches den Korg M1 als Sampler Plugin ansteuert. Dort musste ich einige Ghost Notes im MIDI Editor löschen und schon passte es.

Die Flöte, der Triangel, die Pauke und die Chimes kommen vom Fishman TriplePlay, welcher Samples aus einer Logic Pro X Library ansteuert.

Ghost-Notes gibt es praktisch immer. Jedoch sehr wenige mit dem TriplePlay. Bei der Verwendung der Sounds direkt aus dem GR-55, kann man es schaffen, direkt in die DAW einzuspielen. Ich bevorzuge aber stets, MIDI Noten in meinen Songs zu haben, um später einfach mehr Flexibilität zu haben. Live ist der GR-55 deshalb spitzenmässig und einfach im Gebrauch mit seinen eingebauten Sounds.

Eine weitere Methode, die ich benutze, vor allem wenn gar nichts mehr so richtig triggert: Ich lerne die Sequenz auf dem Keyboard…

Drums

Die Drums spiele ich praktisch nie per Gitarre ein. Das ist mir zu kompliziert. Oder ich kann es einfach nicht. Oft benutze ich zum Starten den Drummer aus Logic Pro oder Toontrack Superior Drummer, konvertiere das Ergebnis zu MIDI-Noten und programmiere die dann um. Genau so habe ich es in diesem Song gemacht.

Links

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *